tumbAm Dienstag den 14.Juni 2011 wurde um 13.36 Uhr die Feuerwehr St.Veit zu einem Öl und Benzinaustritt ins Lagerhaus St.Veit gerufen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde ersichtlich, dass es sich um einen massiven Austritt von Dieselöl handelt und dies bereits in die Kanalisation gelaufen war.

Während Umfüllarbeiten am Gelände des Raiffeisen Lagerhauses kam es bei einem firmeneigenen Tankwagen zu einem Versagens der automatischen Abschaltautomatik, der Tank des Heizöltransporters wurde daher überfüllt und rund 300 bis 500 Liter Heizöl traten aus.

Beim Erkunden des Einsatzleiters stellte dieser fest, dass bereits durch den Kanal Öl in die Gölsen geflossen war. Dadurch war die Entscheidung zum Bau einer Ölsperre im Staubereich des Kraftwerk St.Veit unumgänglich.

Unverzüglich wurde die FF Wiesenfeld verständigt, um diese Ölsperre zu errichten.

Um die großen Mengen Öl aufzufangen, wurde die Hilfe durch die Entsorgungsfirma Fischer angefordert. Notwendig war auch der Einsatz vom Erdbauunternehmen Mayrhofer, da das kontaminierte Material im Bereich der Gölsenböschung komplett abgegraben werden musste.

Um in weiterer Folge sicher zu stellen, dass zusätzlich auftretendes Öl 100%ig aufgefangen wird, wurde die FF Kleinzell und die FF Hainfeld mit dem Bau einer kompletten Ölsperre über die Gölsen beauftragt. Entgegen der Erstmaßnahme mit ableitenden Sperren waren diese Ölsperren selbstsaugende Sperren.

Da der Einsatz in öffentlichen Gewässern erfolgte musste hier seitens der Einsatzleitung die Wasserrechtsbehörde der BH informiert werden. Der Verantwortliche seitens der BH legte auch in weiterer Folge die genauen Maßnahmen nach dem Ersteinsatz der Feuerwehr fest.

Aufgrund der umfangreichen Maßnahmen zog sich der Einsatz bis in die Abendstunden.


Eingesetzt waren:
  • FF-St.Veit/Gölsen
  • FF-Wiesenfeld
  • FF-Kleinzell
  • FF-Hainfeld
  • Fa. Fischer (Entsorgung)
  • Fa. Mayrhofer
  • Polizei
  • Vertreter der NÖ Landesregierung
Insgesamt waren 41 Einsatzkräft mit 9 Fahrzeugen im  Einsatz