Brand eines landwirtschaftlichen Gebäude in Kaumberg und Waldbrand in der Ramsau
Am Samstag den 16.07.2011 kurz nach 21.00 Uhr wurde die Feuerwehr St.Veit zu einem Brandeinsatz nach Kaumberg gerufen. Ein Landwirtschaftliches Gebäude am Gerichtsberg (Obertristing) stand im Vollbrand. Die örtlich zuständige Feuerwehr hat aufgrund der abgeschiedenen Lage die höchste Alarmstufe B4 ausgelöst. In diesem Fall bedeutete dies, dass die Feuerwehren des kompletten Gölsentales sowie die Feuerwehren bis Nöstach/Hafnerberg zum Einsatz gerufen wurden.
Die Zufahrt zum Brandobjekt von St.Veit bedeuteten mehr als 10km, dementsprechend Lange dauerte es, bis unser TLF beim Brandobjekt eintraf. Seitens der FF St.Veit wurden Atemschutzträger abgestellt und das Tanklöschfahrzeug in den Tank/Pendel Verkehr einbezogen. Gesamt wurde rein durch das Tanklöschfahrzeug der FF St.Veit 32.000 Liter Wasser zum Brandobjekt transportiert und in der Zeit zwischen 21.15 und 03.00 Uhr 116km zurückgelegt.
Da teilweise bis zu 10 Tanklöschfahrzeuge zur gleichen Zeit unterwegs waren, musste ein eigner Bereich für die Koordination an der schmalen Zufahrtsstraße aufgebaut werden. Mehrere Personen waren damit beschäftigt, die Abwicklung dieser Tätigkeit durchzuführen.
Für die Aufnahme des Wassers musste die Strecke bis nach Hainfeld oder Kaumberg zurück gelegt werden, was teilweise eine Fahrtzeit bis zu 45min bedeutete.
Insgesamt wurden schätzungsweise an die 300.000 Liter Wasser zum Brandobjekt transportiert.
Die Brandursache war bis zur Fassung dieses Berichtes noch nicht bekannt.
Kurze Zeit nach dem dieser Einsatz in Kaumberg begonnen hatte, brachte ein weiterer Einsatz die Feuerwehrmannschaften des Gölsentales an die Grenzen. Ein weiterer B4 Brandalarm (Waldbrand in der Ramsau) wurde seitens der Bezirksalarmzentrale gemeldet. Da aber die kompletten Mannschaften mit Ausnahme einiger Reserven in Kaumberg im Einsatz waren, musste auf die Feuerwehren des Traisentales zurück gegriffen werden und so kam es, dass zum ersten mal in der Geschichte alle Feuerwehren des Bezirkes Lilienfeld diese gleichzeitig zu Brandeinsätzen gerufen wurden.
Die FF St.Veit hatte noch eine kleine Mannschaft als Reserve zu Hause. Diese machten sich mit einem Pumpenanhänger auf den Weg Richtung Ramsau.
Ein Milchtransporter, welcher 15.000 Liter Wasser fasst und kurzzeitig für die Feuerwehr abgestellt wurde, stellte sich als große Hilfe heraus und führte dazu, dass ein Großteil der anrückenden Feuerwehren nicht benötigt wurden und wieder einrücken konnten.
Die Ursache für diesen Waldbrand dürfte ein bereits mehre Tage zurückliegender Blitzeinschlag gewesen sein, der sich offenbar klein entwickelt hatte und das Feuer aufgrund der Abgeschiedenheit erst in der Nacht entdeckt wurde. Die FF Ramsau musste eine 400m lange Zubringleitung legen, da ein anfahren bis zum eigentlichen Brandherd mit Fahrzeugen nicht möglich war.
In den Morgenstunden wurde die FF Hainfeld, die kurz zuvor ebenfalls in Kaumberg im Einsatz war noch einmal zur Unterstützung gerufen, da Glutnester wieder aufflammten und nieder geschlagen werden mussten.
Die Arbeiten an beiden Brandherden dauerten noch bis in die Vormittagsstunden des Sonntages an.
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