Es ist ein historischer Beschluss. Am Dienstag, den 24. Mai 2011, hat der Ministerrat einstimmig die Umsetzung der so genannten RettungsgasseRettungsgasse beschlossen. Der Entscheidung gingen jahrelange intensive Verhandlungen voraus. Vor allem der NÖ Landesfeuerwehrkommandant und Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, KR Josef Buchta, hat großen Anteil an der Umsetzung der Rettungsgasse. In zahlreichen Gesprächen und mit medialem Nachdruck durch den NÖ Landesfeuerwehrverband, konnte er Verkehrsministerin Doris Bures von der großen Bedeutung der alternativen Zufahrtsmöglichkeit zu Einsatzorten auf Autobahnen und Schnellstraßen überzeugen. Vor wenigen Monaten hatte bereits das Parlament dem Gesetzesantrag zugestimmt. Wirksam wird die Rettungsgasse mit 1. Jänner 2012.

Das Prinzip der Rettungsgasse ist einfach. Fährt ein Einsatzfahrzeug auf das Stauende auf, fährt die eine Kolonne nach links, die andere nach rechts. Auf der sich so öffnenden „neuen" Fahrspur können sich die 2,5 Meter breiten Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr problemlos und mit bis zu Tempo 50 der Unfallstelle nähern. Über den Wechsel im Bereich der Südautobahn ist die Rettungsgasse längst erprobt. Dort steht auf mehreren Kilometern gar kein Pannenstreifen zur Verfügung. In diesem Bereich sind die im Stau stehenden Autolenker gezwungen, nach links und rechts auszuweichen. Die dort eingesetzten Feuerwehren haben mit der Rettungsgasse die besten Erfahrungen gemacht.

Selbst wenn eine Autobahn mit Pannenstreifen ausgebaut wurde, ist dieser auf Grund seiner oft schmalen Beschaffenheit (zwei Meter) für die breiten Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr (2,5 Meter) nur unter erheblichem Risiko befahrbar. Da in manchen Autobahnabschnitten die Pannenstreifen nicht durch Leitschienen abgetrennt sind, besteht für die tonnenschweren Einsatzfahrzeuge in Böschungsbereichen ein hohes Absturzrisiko.

In Deutschland beispielsweise ist die Rettungsgasse bereits seht mehr als 30 Jahren verankert und funktioniert problemlos, ebenso in der Schweiz.

Den Feuerwehren geht es vor allem darum, einen Einsatzort so rasch wie möglich zu erreichen. Dies ist auf Autobahnen nicht immer der Fall. Das gefährdet Menschenleben. Etwa 1500 schwer verletzte Autolenker müssen in NÖ nach Unfällen aus ihren zertrümmerten Wracks geschnitten werden. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Einsätze entfällt auf Autobahnen und Schnellstraßen.

Quelle: NÖLFV

Informationsvideo wie der Ablauf für eine Rettungsgasse ist: